Fritz Walter
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Fritz Walter (*1920 - †2002) hat insbesondere durch seine menschliche, freundschaftliche Art und seiner lebenslangen Verbundenheit zum Fußball und der Stadt Kaiserslautern die Geschichte mit geprägt.
| 31.10.1920 | Fritz Walter wurde in Kaiserslautern als ältester von vier weiteren Geschwistern
(Ottmar, Ludwig, Sonja, Giesje) geboren. Sein Vater war Wirt der Vereinsgaststätte des 1. FC Kaiserslautern. Der Verein sollte sein ganzes Leben bestimmen. Sein Geburtshaus in der Bismarckstraße 24 steht noch heute. |
| 1928 | Eintritt in die Schülermannschaft des 1. FC Kaiserslautern. |
| 1937/38 | Einsatz als Stürmer in der ersten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern. |
| 1941 | Erstes Spiel in der Nationalmannschaft unter der Leitung von Sepp Herberger: Walter erzielt drei Tore. |
| 1942-1945 | Walter wurde in die Wehrmacht eingezogen und geriet in russische Gefangenschaft.
Ende 1945 kehrte er nach Deutschland zurück. |
| 1948 | Mit dem 1. FC Kaiserslautern erreichte Walter das erste Nachkriegsendspiel mit 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg. |
| 1951 | Walter wurde zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister mit 2:1 gegen
Preußen Münster im Berliner Olympia-Stadion vor 95.000 Zuschauern. Schon hier spielt der 1. FC Kaiserslautern in den bis heute charakteristischen roten Trikots. Die Berliner Sportberichterstattung prägte den Spitznamen Rote Teufel. Atletico Madrid bot Walter 225.000 Mark, ein angemessenes Monatsgehalt, Auto und Wohnung; Walter schlug aus. Nach der Rückkehr in die Nationalmannschaft schoß Walter sein erstes Tor nach dem Krieg im Länderspiel gegen die Schweiz. |
| 1953 | Walter wird zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister mit 4:1 gegen den VfB Stuttgart.
Walter wurde Torschützenkönig der Oberliga Südwest mit 38 Toren. Ein Druckerlehrling schnitt aus einer zweifarbigen Schichtresopalplatte einen roten Teufel aus: Das Maskottchen des 1. FC Kaiserslautern war geboren. Als erster Fußballspieler wird er mit dem silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. |
| 04.07.1954 | Als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Bern wurde
Deutschland mit dem 3:2 Sieg über Ungarn (62.471 Zuschauer) Weltmeister. Reserviert war für Walter der Stehplatz 2793, doch blieb dieser ungenutzt; seine Eintrittskarte kostete damals sechs Schweizer Franken. Das Wunder von Bern hatte mehr als nur sportliche Bedeutung: in dem Verhalten der Spieler und Zuschauer meinten viele einen wiedererstarkten Nationalismus zu erkennen. Stattdessen aber erkennt Deutschland, das es wieder etwas Wert sein kann in der Welt. Dieser Geist beflügelte seinerzeit ganz Deutschland. |
| 1955 | Walter erhält die goldene Ehrennadel des DFB. |
| 1958 | Walters letztes Spiel in der Nationalmannschaft als 37jähriger bei der Weltmeisterschaft in Schweden.
Walter war insgesamt 30 mal Kapitän der Nationalmannschaft und erzielte dabei 33 Tore in 61 Länderspielen. |
| 1959 | Walter beendete seine Karriere als Spieler beim 1. FC Kaiserslautern;
er wandte sich der Werbung zu und wurde Repräsentant eines Sportartikelherstellers. |
| 1970 | Walter erhielt das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. |
| 30.10.1970 | Walter erhielt das Goldene Stadtwappens der Stadt Kaiserslautern. |
| 1975 | Walter erhielt das Bundesverdienstkreuz mit Stern. |
| 1976 | Walter wurde Repräsentant der neu gegründeten Sepp-Herberger-Stiftung für die Resozialisierung Strafgefangener. |
| 31.10.1985 | Das Betzenberg-Stadion wurde in Fritz-Walter-Stadion umbenannt. |
| 22.12.1985 | Walter wurde Ehrenbürger der Stadt Kaiserslautern. |
| 1990 | Walter erhielt die höchste Ehrung des Landkreises Kaiserslautern, die Sickingenmedaille
und er erhielt die höchste Auszeichnung des Bezirksverbandes Pfalz, den Goldenen Löwen. |
| 1991 | Walter Veröffentlicht das Sportbuch Spiele die ich nie vergesse. |
| 1995 | Walter erhielt die Goldene Verdienstmedaille der FIFA. |
| 1998 | Walter erhielt die Justizmedaille des Landes Rheinland-Pfalz,
die goldene Ehrennadel mit Brillanten des 1. FC kaiserslautern und die goldene Plakette der Stadt Kaiserslautern |
| 17.06.2002 | Fritz Walter starb im Alter von 81 Jahren in seinem Haus in Enkenbach-Alsenborn. |



